Anders als gedacht

Zum Einen hat ich ja mit Willy Wimmer „gedroht“, der wohl auf Morgen verschoben wird…
Zum Anderen hat sich mir etwas aufgedrängt, vielleicht auch durch die „Dynamik“ der letzten Stunden:

Ignazio Silone

«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen:
‹Ich bin der Faschismus›.
Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

Zur Person:
Silone wurde 1900 in einem kleinen Ort in den Abruzzen in der Provinz L’Aquila als Secondino Tranquilli geboren. Während seiner Untergrundaktivitäten gegen den Faschismus ersetzte er diesen Geburtsnamen jedoch durch das Pseudonym Ignazio Silone. Silones Vater war ein kleiner Grundbesitzer, die Mutter Weberin…
Er schrieb Artikel für das Parteiorgan der Sozialistischen Partei Italiens (PSI) Avanti! (Vorwärts),…
… nach seinem Umzug nach Rom, wurde er dort Sekretär der sozialistischen Jugend und zum Direktor ihrer Wochenzeitung L’Avanguardia (Die Avantgarde) gewählt. Etwas später, nach seinem Eintritt in die Kommunistische Partei Italiens (PCI), wurde er zudem Mitarbeiter der Zeitung Il Lavoratore (Der Arbeiter). …
Nach seiner Rückkehr nach Italien 1944 war Silone weiter im PSI aktiv und nahm als einer seiner Delegierten an der konstituierenden Nationalversammlung teil. Er wurde 1945 in die Direktion der sozialistischen Zeitung Avanti! berufen und leitete ab 1947 außerdem noch die von ihm mitgegründete Zeitung Europa Socialista (Sozialistisches Europa)….

… In diesem Zusammenhang übernahm er 1952 die Leitung der Zeitung Tempo presente (Unsere Zeit) und war gleichzeitig Vorsitzender der proamerikanischen L’Associazione Italiana per la Libertà della Cultura (Italienische Vereinigung für die Freiheit der Kultur). Diese Organisation war das italienische Pendant zum Kongress für kulturelle Freiheit und wurde vom amerikanischen Geheimdienst CIA finanziert, um antiamerikanische und prokommunistische Kulturschaffende zu isolieren. Die Zeitung Tempo presente war das italienische Gegenstück zu Preuves in Frankreich, Encounter in Großbritannien und Der Monat in Westdeutschland. 1967 wurde bekannt, dass die Zeitung durch geheime Fonds der CIA mitfinanziert wurde, woraufhin Silone sich von seiner Tätigkeit für die Zeitung zurückzog, obwohl er noch bis 1969 Vorsitzender der L’Associazione Italiana per la Libertà della Cultura blieb.

Neben seinem Abschied vom politischen Tagesgeschehen begann er sich auch in anderer Hinsicht neu zu definieren. Er beschrieb sich nunmehr als „Christ ohne Kirche und Sozialist ohne Partei“. Die Entwicklung in diese Richtung begann allerdings bereits in den 1930er Jahren; schon in seinem zweiten Buch Pane e vino wird die Figur Pietro Spina in ähnlicher Weise beschrieben. Am 22. August 1978 starb Ignazio Silone nach schwerer Krankheit in einer Genfer Klinik.
(Quelle, haha: Wikipedia)

Genug Sprengstoff für Schubladen oder?
(Zusatz 3. Novembernahezu 9 Wochen später gewinnt dieser „Rückblick“ weitere Aktualität)

Raffa.

3 Gedanken zu “Anders als gedacht

  1. Genug Sprengstoff nicht nur für Schubladen…Silone gibt uns Einblicke in politischen Machenschaften – kommunistisch, faschistisch…alles wendet sich früher oder später gegen das Volk bzw.gegen die Menschen…Danke für diesen Beitrag, gerade haute mal wieder sehr wichtig!!! Tete

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  2. Pingback: Demokratische Hochkultur in Vollendung | Raffa´s Welt

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