Phantasten finden oder die Sache mit der Staubschicht

Wer findet sich?
Wer findet sich hier wieder? –
in diesen Worten, auf denen wohl
seit mehr als 500 Jahren Staub zu liegen scheint.

Wie so oft, konnte ich nicht widerstehen, ihnen hier mal wieder etwas „Ausgang“ zukommen zu lassen:

„Wenn einer nach ernsten Dingen und nach Weisheit strebt,
ist er ein Phantast.
Wenn er keusch und bescheiden lebt,
ist er ein Tor.
Wenn er fromm ist,
nennt man ihn ungerecht.
Wenn er gerecht sein will,
gilt er für grausam.
Wenn er Gottes Größe verehrt und Glauben hat,
ist er von blödem Geist.“

Girolamo (Hieronymus) Savonarola (1452-1498)

Ein weiteres altes Sprichwort tut uns kund und fragt uns zudem,
wessen Geistes Kind wir sind?

Eine Frage, die eine besondere Tiefe hat, vor allem, wo wir meinen so erwachsen zu sein – und das in einer emanzipierten, aufgeklärten, wissenschaftlichen Welt, in der alles bestens und nur so am Schnürchen läuft, oder?

Kann es sein, das wir durch die zwei Zeilen zuvor genannten „Eigenschaften“, das Leben eher auf den Kopf gestellt haben? – und warum erinnert mich das jetzt an diverse Passagen in so einem für viele seltsamen und doch ungelesenem Buch??

Antworten, Erleuchtungen und weitere Sichtweisen sind hier wie immer herzlich Willkommen.

In erwartungsfroher Vorfreude,
Raffa.

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