Mutlose Schnürr-Riemen

Es gibt einen Weg,
für jeden verschieden und dennoch gleich,
der nicht wieder und wieder zu denselben Punkten,
sondern weit darüber hinaus
zum lohnendsten aller Ziele führt.

Manchmal meinen wir, wir hätten nicht die passenden Schuhe für den Weg,
erstrecht, wenn wir das Ziel nicht sehen können
oder haben wir gar gar kein Ziel?
O.K., ich brauchte selbst lange, bis ich mir selbst die Schuhe binden konnte
und ja, manchmal müssen wir uns auch selbst entbinden –
raus aus dem Hamsterrad, wo es zwar rund geht, doch irgendwie,
was so in der Sache dieses „Rades“ liegt, kommt man nicht wirklich voran.

Hat man sich an diesen anderen Rhythmus gewöhnt, wo irgendwie die ganze Welt mitzuwippen scheint – stellt man eigentlich sehr schnell fest, daß
„Wochenende – Urlaub – Rente“ auch nicht wirklich nach vorne bringt,
auch wenn hier das Ziel ebenso vorprogrammiert ist…

Macht es eigentlich Sinn, den Sinn zu suchen, wo wir doch so gut aufgeklärt sind,
daß eben alles in dieser Welt rein zufällig ist.

Was schreibe ich eigentlich wieder hier so schwerfälliges Zeug,
wo doch die ersten Zeilen, fett und kursiv,
so außerordentlich einladend sind?

Vielleicht sollte ich oder gar wir, mal Abstand nehmen von diesem monotonen, leb- und lieblosen Modellen menschlicher Rationalität
und die Meßlatte einfach mal höher hängen, als die Normalität,
in die wir herein gepreßt werden sollen.

Und wenn ich nichts zu schnüren habe,  wenn ich noch immer nicht die Schleife kann,
dann darf es auch barfuß sein – und wer weiß, was ich an Geschenken finde und auspacken darf — oder ich gar als Geschenk „entschleift“ werde???

Auf die Bescherung, welche dann doch das lohnendste Ziel ist,
sind wir Mut und Liebe,
Raffa.

 

2 Gedanken zu “Mutlose Schnürr-Riemen

  1. Die eigenen Ziele müssen, ja dürfen nicht die der anderen sein. Weder im Leben noch im Denken. Welchen Weg ich wähle, ob barfuß oder Lackschuh ( wer sang das noch? Ach ja Harald Juhnke) sollte mir überlassen bleiben, denn sonst komme ich am Ende nicht an. Und wenn ich am Ende zurückblicke, sehe ich lauter fremde Wege, die ich ging, aber nicht meinen.
    Liebe Grüße
    Alice

    Gefällt 1 Person

  2. Ja, es ist schon äußerst spannend und auch vielfältig, der Weg und auch das Rüstzeug –
    doch ich frage mich immer, was ist denn mit dem Ziel?
    Vielleicht sollte man mal eine Umfrage machen, was wir, jeder einzelne, als sein Ziel definiert… Hmm – was da wohl herauskommen mag? Und könnte es sein, daß da eine erstaunliche Schnittmenge heraus kommt? … fern der materiellen, vergänglichen Dinge (die, für die wir uns im Hamsterrad abstrampeln).

    Das wäre doch echt mal spannend – sozusagen ein „Lebo-Zielo-Mat“
    Über die „fremden Wege“ hast du ja auch neulich geschrieben – aus der Erkenntnis heraus, ergo Zeit, das eine oder andere zu erkennen – in uns und auch „da draußen“.

    Danke für deine Worte, liebe Alice.
    Alles Liebe,
    Raffa.

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