Iss halt relativ, oder?

Noch so ein Fundstück, wo ich nicht an mich halten konnte:

Und um nur ein Beispiel des menschlichen Wahnsinns zu nennen:
Welt.de schreibt am 25.5.2012:

Die Produktion von einem (!) Kilogramm Rindfleisch in Brasilien erzeugt genauso viel klimaschädliches Kohlendioxid wie eine 1600 Kilometer lange Autofahrt.“

Und die Wasser-Bilanz ist noch erschreckender: Für ein einziges Kilogramm Rindfleisch benötigt es im Durchschnitt ca. 16.700 Liter Frischwasser (Wikipedia u. a.).
Zum Vergleich: Eine Herstellung eines kleineren PKWs benötigt ab ca. 20.000 Liter Wasser, also weniger als die Wasserverschwendung für den Verzehr von drei Pfund Rindfleisch. Da hört man meistens nichts bei den Demonstrationen.

Im Sarkasmus-Modus würde ich mich jetzt nicht über den folgenden Slogan wundern:

„Fleisch für Futur“

Doch mal ehrlich, Hand auf´s Herz, wer will den schon ein

Grill-Verbot und das Absetzen der 357 Kochsendungen in der Woche …
… da müßte sich doch mindestens 1/3 der Hierlebenden
einen neuen Lebensinhalt oder zumindest ein neues Hobby suchen.

Zeit den Rosenkohl zu säen,
Raffa.

6 Gedanken zu “Iss halt relativ, oder?

  1. Einer meiner Söhne wünschte sich letztens weniger Fleisch, was mich sehr freute, da in einem überwiegend männlich pubertären Haushalt sonst Unmengen über den Tisch gehen. Manchmal gibt es erst lange Zähne, doch auf einmal schmecken Rote-Linsen-Dhal und Reis, sowie Falafel ganz ausgezeichnet. Einmal pro Woche reicht in jedem Fall und Aufschnitt futtern sie sowieso. Danke für die Infos, ich werde sie mal hier zu Hause verbreiten.
    Liebe Grüße
    Alice

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    • Ja, mein Magen knurrt auch gerade und sinniert nach
      ´ner handvoll Reis mit gedünstetem Gemüse.
      Ich muß gestehen, daß ich eine etwas längere „pubertäre“ Phase hatte, seit ein paar Monaten nimmt bei mir die Fleisches Lust mehr und mehr ab — ist eben Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren.

      Gefällt 3 Personen

  2. Nun, die Argumente sind einfach schon erschreckend deutlich. Als eingefleischter Allesesser hofft man vielleicht, dass die Tatsachen nicht ganz so extrem wiegen, wie sie dargestellt werden. Aber die Reihe lässt sich beliebig auf den verschiedensten Ebenen fortsetzen. Extremes Absinken des Grundwasserspiegels durch exzessive
    Viehwirtschaft mit der Folge von mangelnden Zugang zu frischem Trinkwasser. ABER dieser Mangel lässt sich jedoch bestens vermarkten. Es lebe die Wirtschaft…
    Vielleicht sollten wir ähnlich wie in China ein virtuelles Punktesystem einführen und damit speziell die individuelle Ökobilanz durchrechnen, ohne Zwang, ohne Schummeln, ohne an den Pranger gestellt zu werden, um flächendeckend positive Ergebnisse zu erzielen.
    Aber wer will schon noch extremer durchleuchtet und noch gläsener werden, wie bisher?
    So bleibt die Initiative zur Veränderung wahrscheinlich auf den Schultern des Einzelnen hängen, je nach seinem Gewissen. Ein guter Ansatz, leider nur sehr ineffektiv und träge…
    Also werden wir alle Vegetarier oder besser Veganer, lieben unsere Umwelt, unsere Mitmenschen und natürlich unsere Tierwelt. Wer meint, daß wäre zu übertrieben, dem kann ich nur entgegen: Es funktioniert, es schmeckt auch ohne Fleisch, man muss nur richtig würzen…

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    • Nun, die tradierten Gewohnheiten „auszuhebeln“ ist natürlich eine Herkules-Aufgabe. Insbesondere, weil die „chinesische Methode“ doch mehr als zweifelhaft ist.
      So gesellt sich wohl noch eine weitere „Sysiphus-Aufgabe“ hinzu, denn die nachhaltige Lösung kann ja nur über Erkenntnis gelingen…

      Einen entspannten und würzigen Abend,
      Raffa.

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